Der Begriff „Preisgarantie“ klingt eindeutig, ist aber nicht bei jedem Tarif gleich. Manche Preisbestandteile können ausgenommen sein. Darum lohnt sich ein kurzer Blick in Tarifblatt und Vertragsbedingungen.
Eine Garantie ist nur so gut wie ihr Umfang
Eine Preisgarantie schützt grundsätzlich vor Änderungen bei Kosten, die der Energieanbieter selbst beeinflussen kann. Je nach Tarif können allerdings etwa Steuern, Abgaben, Umlagen oder Netzentgelte ausgenommen sein. Steigen ausgenommene Bestandteile, kann sich der Preis trotzdem ändern.
Diese vier Fragen gehören in jeden Tarifvergleich
Wie lange gilt die Preisgarantie?
Sie sollte zur gewählten Vertragslaufzeit passen. Danach lohnt sich ein neuer Blick auf Preis und Konditionen.
Welche Bestandteile sind garantiert?
Das Tarifblatt zeigt, ob die Garantie weit reicht oder ob etwa gesetzliche Preisbestandteile und Netzentgelte ausgenommen sind.
Wie sieht die Verlängerung aus?
Ein guter Einstiegspreis kann nach Ablauf der ersten Zeit anders aussehen. Laufzeit und Preis danach gehören immer dazu.
Wie wichtig ist ein Bonus?
Ein Bonus kann den Preis im ersten Jahr verändern. Prüfe deshalb, ob der Tarif auch ohne Bonus und nach dem ersten Jahr nachvollziehbar bleibt.
Preisgarantie ist ein Baustein, kein Alleinentscheid
Ein Tarif kann mit einer langen Garantie trotzdem unpassend sein, wenn Preis, Laufzeit oder Bedingungen nicht zur eigenen Situation passen. Umgekehrt kann ein Angebot mit einer passenden, klaren Garantie sehr sinnvoll sein. Die Gesamtbetrachtung macht den Unterschied.
Deshalb achten wir bei einem Angebot auf den Preis, die Laufzeit, die Bedingungen und die Preisgarantie – statt nur auf ein einzelnes Schlagwort.
Weiterführende Informationen
Die Verbraucherzentrale erläutert, welche Ausnahmen Preisgarantien enthalten können und warum Laufzeit sowie Konditionen mitgeprüft werden sollten.